Zu meiner Person: Facharzt für Radiologie und Allgemeinmedizin, 53 Jahre geschieden, 2 Kinder, Hobby: Fußball, Garten, Wirtschaft

1 Mal ehrlich, wie steht unsere Stadt im Augenblick da? Auch in Gifhorn sind die Probleme nicht mehr zu leugnen. Ein Spaziergang über die Braunschweiger Straße verdeutlich für jeden den Leerstand von kleinen Geschäften und die sich entwickelnde Gegenkultur. Es muss ein Strukturproblem geben, wenn trotz Vollbeschäftigung im Stadthaushalt Schulden aufgenommen werden müssen. Kostspielige Genderideologieprojekte sind da fehl am Platz.2. Viele Bürger wünschen sich mehr Kultur und Gastronomie in der Innenstadt. Welche Ideen haben Sie dazu? Wir haben dazu bereits 2017 ein Innenstadtkonzept gefordert. Neugründungen sollten durch eine Entrümpelung von Auflagen erleichtert werden und es sollte versucht werden mit den Anwohnern Gespräche zu führen, dass eine Außengastronomie in Gifhorn auch nach 22.00 Uhr möglich ist. Der Weihnachtsmarkt sollte gemäß unserem Antrag auf einen Punkt konzentriert werden und auch noch nach 19.00 Uhr geöffnet sein. 3. Was können Politik und Verwaltung tun, um bezahlbaren Wohnraum für alle in Gifhorn zu schaffen?  Bauland schneller u. effizienter zur Verfügung stellen, diesen für den sozialen Wohnungsbau verbilligen. Programme, wie das Gifhorner Wohnraumförderprogramm muss nachjustiert werden, um zielgenauer zu wirken.  Das  Wohnraumkonzept vom Juni 2015 angepasst werden,  das Baurecht und die Auflagen entrümpelt werden. In Gifhorn haben wir die GWG, deren Mitglied ich seit über 30 Jahren bin, wir haben also eine soziale Wohnungsbaugenossenschaft, die jeder mit seiner Mitgliedschaft fördern kann.  4. Thema Verkehr: Wie sieht unsere Mobilität in Gifhorn in Zukunft aus?  Bei der Neugestaltung von Verkehrswegen großzügiger Planen, also mehr Raum schaffen. E-Bikes und Pedelecs brauchen einen breiteren Verkehrsraum. Künstliche Behinderungen des Verkehrs durch Verlegung der Bushaltestellen in die Straße sind kontraproduktiv. Vorhandene Fahrradwege wie z.B. Gifhorn-Gamsen sollten optimiert und in Stand gesetzt werden. Kein Verbot des Individualverkehrs 5) Und was ist Ihnen sonst noch wichtig?  Gifhorn hat als Mittelzentrum in der Südheide großes Potenzial. Ich setze mich dafür ein, dass man in Gifhorn nicht nur gut wohnen, sondern auch gut leben kann. Dazu gehört, das Kolorit unserer Stadt mit seiner Fachwerkarchitektur und seinem Mühlenmuseum zu erhalten und mehr Bürgerbeteiligung zu ermöglichen. Die Bürger sollen Gestalter ihrer Stadt sein, deswegen soll Politik ihnen mehr zuhören und sie weniger belehren. Desweitern möchte ich mit den Bürgern eine Diskussion über die Straßenausbaubeiträge führen.

Mit freundlichen Grüßen

          Stefan Marzischewski-Drewes